Blog 22/2017

Blog-22/2017

Was soll ich sagen, es läuft wieder. Nach der durchwachsenen Vorwoche konnte ich deutlich mehr Gas geben.

 

Zwar verschob sich der Physiotermin nochmals, aber dann konnten wir die Blockaden weitestgehend lösen. Das Schwimmen läuft auch prompt wieder besser, ich hab zumindest den Spaß daran wiedergebenden und das Wassergefühl gleich mit. Die schlechteren Schwimmer kennen das sicher auch, längere Pause und man kommt sich vor wie bei der ersten Krauleinheit. Heute habe ich dann auch mit dem Freiwasserschwimmen angefangen. Da ich doch ziemlich platt war durch die Belastung diese Woche, habe ich nur eine halbe Stunde durchgezogen. Unweit meiner Wohnung gibt es einen kleinen Baggersee, der allerdings sehr algig ist. So war ich immer wieder damit beschäftigt den Kampf gegen die Pflanzen zu führen. Die Tochter meiner Partnerin hatte mir zuvor beim planschen immer erzählt, das sei bestimmt eine Krake :)

 

Da Donnerstag bei uns im Ländle mal wieder Feiertag war, stand meine alljährliche obligatorische 150 km Schwarzwaldrunde auf dem Plan. Zu Anfang über Nagoldtal nach Teinach hatte ich etwas Rückenwind, noch war wenig Verkehr. Nach dem ersten Anstieg ging es über Schömberg weiter Richtung Dobel. Ab da war Schluss mit lustig. Ein Verkehr das Gott erbarmt. Höllisch laut und nur Kupplung oder Bremsgestank in der Luft. In Gernsbach füllte ich die Flaschen auf, es begann sehr heiss zu werden, den die Herausforderung des Tages, die Kaltenbronner Wand stand als nächstes an. Steigungsprozente um 14% zu Beginn machen gleich klar, hier wird's ruppig. Und prompt lief mein Motor nur noch mit gedrosselter Leistung. Offensichtlich hatte ich zu spät angefangen zu essen, plus die Hitze und schon ging's nur noch schleppend. Das besserte sich auch die nächsten Kilometer trotz Notfallgel nicht wirklich. Erst in Altensteig konnte ich mit einer Cola den Körper wieder in den Normalzustand bringen und die restlichen Kilometer liefen wieder einwandfrei. Landschaftlich wars wieder ein Traum, der übermäßige Verkehr hat den Ausflug etwas getrübt. Anschließend wurde noch 6 km gekoppelt bevor es nach einer schnellen Dusche an den gedeckten Tisch ging und ich mit viel Grillgut die Speicher gefüllt habe. Danke hierfür meinen Lieben. Eine kleine Warnung für den Ostseeman war das. Auch wenn man sich super fühlt, essen, essen, essen.

 

Worüber ich mich grad ebenfalls freue, ist meine zunehmende Ermüdungsresistenz beim Laufen. Ich habe, denke ich, mein Wohlfühltempo für den Marathon gefunden. Insgesamt nimmt die Leistungsfähigkeit immer konkretere Formen an. Jetzt heisst es auch noch den Kopf zu trainieren, um mit Spaß durch das Rennen zu kommen und nicht gleich durch Sachen, die nicht wie geplant laufen in Panik zu verfallen. Wer es nicht kennt, die Autobiografie von Chris McCormack ist hier sehr aufschlussreich. Auch meine Meganervosität muss ich besser in den Griff bekommen.

 

Am nächsten Wochenende steht wieder Liga an. In Erbach geht es über die olympische Distanz. Ich werde jetzt erstmal einen Gang zurückschalten und den Sommer genießen. Bei uns sind wieder Temperaturen um 30 Grad für die Woche angesagt.

 

Gute Zeit und gutes Training, Alex

 

 

 

 

 

Hallo liebe Ostseeman Community,

 

mein Name ist Alexander Gajo, 40 Jahre alt und ich blogge für Euch meine Vorbereitung zu meiner Langdistanzpremiere beim Ostseeman 2017.

 

Triathlon betreibe ich erst seit 2012, bisher einige Sprint-, Olympische- und Mitteldistanzen. Zuvor habe ich schon intensiv Radrennsport betrieben und bin Lizenzrennen, mehrmals Tourtransalp und diverse Radmarathons gefahren. Ich lebe am Rande des Schwarzwaldes in Nagold, bin in der Radbranche tätig und bin über einen Trainingskollegen auf den Ostseeman aufmerksam geworden. Er hat mir wärmstens nahelegt hier meine Langdistanzpremiere zu feiern, da sowohl Strecke als auch die familiäre Atmosphäre vom Feinsten sind. Was ich in meiner Vorbereitung erlebe und wie es dazu kam Triathlet zu werden, was mich antreibt, erfahrt Ihr liebe Leser in meinem Blog zum Ostseeman 2017. Ich freue mich darauf.