Blog 12/2017

Blog-12/2017

Nach der Belastung ist vor der Belastung. Dachte ich mir. Ausgeruht nach dem Halbmarathon am Sonntag wollte ich diesen Samstag beim Osterlauf in Kiebingen bei Rottenburg einen richtigen Leistungstest auf der flachen und schnellen 10 Km Strecke absolvieren.

 

Leider plagten mich die Woche über ziemliche Schmerzen im Fuß, die Plantarsehne bzw. das Fasziengewebe drumherum waren ob der Belastungssteigerung etwas "gereizt". Zwar hatte ich eine Ruhewoche geplant, aber ich musste das Training fast komplett aussetzen. Konservative Behandlung mit einer tiefgefrorenen Trinkflasche mit der ich den Fuß ausrollte, brachten fast jeden Tag Besserung. Leider gab es im Laufe des Tages immer wieder neue Reizung durch das Gas geben beim Autofahren.

 

Freitag entschied ich dann - ich will starten. Bin dann noch eine kurze Vorbelastung auf dem Rad gefahren, um den Körper wieder aufzuwecken. Samstag dann der Renntag. Nicht ganz schmerzfrei fuhr ich mit dem Rad nach Kiebingen. Grundsätzlich habe ich gute Erfahrungen mit dem aufwärmen auf dem Rad. Dort dann noch kurz ein paar Meter gelaufen und einige Mobilisationsübungen absolviert. Bei der Wade schnappte kurz was im Muskel und siehe da, ich war auf einmal schmerzfrei im Fuß und bin es immer noch. Die Physiotherapeuten und Osteopathen unter euch werden die Zusammhänge sicher mit einem Lächeln zur Kenntnis nehmen.

 

Also stand bei Kaiserwetter einer Menge Spaß aber auch Leiden nichts mehr im Wege. Fast 700 Teilnehmer wurden auf die Strecke geschickt, es war die ersten Meter ein Hauen und Stechen um die Positionen, Ellenbogen raus um sich zu behaupten war bei einigen Sportsfreunden angesagt, wie beim Schwimmstart beim Triathlon eben. Ich bin ohne Uhr gelaufen, um mich nicht die ganze Zeit verrückt zu machen, wenn es nicht so läuft wie gedacht.

 

Die ersten 3 km waren super. Es rollte gut. Nie außer Atem, kein Laktatgeschmack im Mund. Also schonmal nicht zu schnell angegangen. Irgendwie hab ich dann doch etwas den Rhythmus verloren und konnte das Anfangstempo nicht mehr gehen. Bei Km 4 und 9 bat ich die Mitläufer dann doch um Durchgangszeiten. Im Ziel stand die Sub40 die ich mir gesteckt hatte. Ganz glücklich bin ich dennoch nicht. Nie hatte ich das Gefühl am Limit zu sein, aber die Energie wurde auch nicht ausreichend in Vortrieb verwandelt. Klar die Formkurve zeigt nach oben, aber es bleibt die 4 Monate reichlich Arbeit.

 

Wo wir wieder beim Thema der letzten Woche angelangt sind. Rumpfstabilität! Die fehlt bei mir. Gerade für die Langdistanz in allen 3 Disziplinen nötig. Mal schauen ob ich hier noch die Kurve bzw Disziplin kriege. Auch das Feierabendbier werde ich jetzt erstmal sein lassen, nicht wegen der Kalorien, sondern der schnelleren Regeneration. Optimiert wird meine Trainingsplanung künftig auch, so dass ich die perfekte Balance zwischen Trainingsreiz und Ruhe bekomme.

 

Ich wünsche euch eine sonnige Woche, trainiert gut, Alex

 

 

 

 

 

Hallo liebe Ostseeman Community,

 

mein Name ist Alexander Gajo, 40 Jahre alt und ich blogge für Euch meine Vorbereitung zu meiner Langdistanzpremiere beim Ostseeman 2017.

 

Triathlon betreibe ich erst seit 2012, bisher einige Sprint-, Olympische- und Mitteldistanzen. Zuvor habe ich schon intensiv Radrennsport betrieben und bin Lizenzrennen, mehrmals Tourtransalp und diverse Radmarathons gefahren. Ich lebe am Rande des Schwarzwaldes in Nagold, bin in der Radbranche tätig und bin über einen Trainingskollegen auf den Ostseeman aufmerksam geworden. Er hat mir wärmstens nahelegt hier meine Langdistanzpremiere zu feiern, da sowohl Strecke als auch die familiäre Atmosphäre vom Feinsten sind. Was ich in meiner Vorbereitung erlebe und wie es dazu kam Triathlet zu werden, was mich antreibt, erfahrt Ihr liebe Leser in meinem Blog zum Ostseeman 2017. Ich freue mich darauf.