Blog 10/2017

Blog-10/2017

Schon die Woche 10 wo ich hier berichte? Wahnsinn wie die Zeit verfliegt. So langsam wird es Ernst.

 

Ernst habe ich bei meinem ersten Renneinsatz 2017 auch gemacht. Radrennen par excellence. Aber der Reihe nach. Unter der Woche hakelte es beim Training. Ich tat mich unglaublich schwer. Die Motivation war nicht sehr groß. Das deutlich schlechtere, wie vorhergesagte Wetter, drückte mir aufs Gemüt.

Ab Freitag lief es dann wieder rund bei einer längeren Schwimmeinheit über 3 km, die richtig super lief und worüber ich mich dann sehr gefreut habe.

Am Samstag hieß es dann, nach 3 Jahren mal wieder eine Nummer auf die Trikotrückseite pinnen und Radrennen fahren. Gestartet bin ich im Rahmen des Schmolke Carbon Cups in Zoznegg im südlichen Baden-Württemberg. Gutes Wetter war angesagt und so wollte ich eine Formüberprüfung, auch wenn ich gedanklich etwas Schiss hatte, in einen Massensturz wie vor 5 Jahren verwickelt zu werden. Gottseidank blieb der aus.

Der Kurs war eine weitgehend, flache 6 km Runde mit einem Zieher am Start/Ziel. Gefahren wurde 55 min+1 Runde für uns Jedermänner. 1 Minute nach uns starteten die Senioren, Frauen und Junioren, so dass mit einer Vermischung der einzelnen Felder zu rechnen war. Nach dem obligatorischen Warmfahren, bei dem der Wind sich von seiner hässlichen Seite zeigte, ging es los.

In der ersten Runde arbeitete ich mich im Feld nach vorne und im Anstieg fuhr ich unter den ersten 5 durch die erste Zielpassage. Ich fühlte mich super. Leider habe ich mich auf der Gegengerade in Runde 2 dazu verleiten lassen, die Nase in den Wind zu strecken, was keine so gute Idee war. Nach einigen hundert Meter in der Führung ging mir der Saft aus und ich musste mich im Feld erstmal erholen.

 

Der Kupfergeschmack im Mund vom Laktat ließ schön grüßen. Prombt wurde in dieser Schwächephase größer gekettet und das Tempo massivst verschärft. Ich pfiff aus dem letzten Loch. Das Feld riss dann nicht mal auf der Windkante auseinander, sondern an dem Buckel zum Ziel. Bei über Tempo 50, wir hatten Rückenwind, ließ ein vorausfahrender Fahrer die Lücke und 6 Mann haben sich nach vorne verabschiedet. Somit saß ich in der Verfolgergruppe 1 fest.

Von hinten kam dann einer der Seniorenfahrer, er hatte alleine die Lücke zu uns zugefahren und gewann später auch das Rennen. Wir versuchten die 6 Mann wieder einzuholen. Leider waren meine Mitstreiter nicht in der Lage ordentlich zu kreiseln, es wurden zu lange Führungen gefahren, auf der falschen Seite vom Wind aus der Führung raus etc. Somit wurde der Abstand immer größer.

In der vorletzten Zieldurchfahrt war mein Akku dann endgültig aufgebraucht und ich musste meine Gruppe ziehen lassen und die letzte Runde alleine bestreiten. Was echt richtig hart war, da ich komplett „Grau“ war. Ich war froh, das Rennen ohne Sturz überstanden zu haben und genau den richtigen Effekt zu erzielen, um meine Form auf die nächste Stufe zu heben. So tiefrot wie im Rennen, kann man niemals trainieren.

Umso erfreuter war ich dann abends beim Studieren der Ergebnislisten. Ich war 15. mit 2:01 min Rückstand auf den Sieger. Darüber habe ich mich tierisch gefreut. Schnitt war trotz des Windes bei fast 40 km/h. Für die relativ wenigen Kilometer auf dem Rad bis zum jetzigen Zeitpunkt, kann ich mehr als nur zufrieden sein.

Dazu kommt noch, dass ich die Trainingslaufräder auf dem Argon 18 Rad geschnallt hatte, die über 500 g schwerer sind wie meine geliebten Lightweight Laufräder. Das hast du bei jedem Antritt nach den Kurven gemerkt und auch berghoch. Bei rotierender Masse merkst du einfach jedes Gramm.

 

Heute Sonntag, garnierte ich die Woche noch mit dem langen Lauf über 22,5 km.

In Summe ist diese Woche nicht soviel passiert, aber ich bin auf dem richtigen Weg. Nächsten Sonntag werde ich eventuell einen Halbmarathon voll aus dem Training laufen, auch hier soll es eine Formüberprüfung werden.

Davor wird es aber nach der Zeitumstellung heute, notwendig, das Training ein kleines bisschen zu ändern. Künftig will ich 5xRad, 2xLaufen und 2x Schwimmen die Woche trainieren.

 

Wünsche euch viel Sonne in den Speichen – habe die Ehre, Alex

 

 

 

 

 

Hallo liebe Ostseeman Community,

 

mein Name ist Alexander Gajo, 40 Jahre alt und ich blogge für Euch meine Vorbereitung zu meiner Langdistanzpremiere beim Ostseeman 2017.

 

Triathlon betreibe ich erst seit 2012, bisher einige Sprint-, Olympische- und Mitteldistanzen. Zuvor habe ich schon intensiv Radrennsport betrieben und bin Lizenzrennen, mehrmals Tourtransalp und diverse Radmarathons gefahren. Ich lebe am Rande des Schwarzwaldes in Nagold, bin in der Radbranche tätig und bin über einen Trainingskollegen auf den Ostseeman aufmerksam geworden. Er hat mir wärmstens nahelegt hier meine Langdistanzpremiere zu feiern, da sowohl Strecke als auch die familiäre Atmosphäre vom Feinsten sind. Was ich in meiner Vorbereitung erlebe und wie es dazu kam Triathlet zu werden, was mich antreibt, erfahrt Ihr liebe Leser in meinem Blog zum Ostseeman 2017. Ich freue mich darauf.